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Wissenschaft
Forschung + Studien

Forschung + Studien

1. Studie zur Versorgungssituation höhergradiger Dammrisse (DR III und IV) in Berlin

EA4/218/17 (Ethikkommission der Charité)

Wir möchten die aktuelle Versorgungssituation nach höhergradigen Dammrissen in Berlin für das Jahr 2018 beleuchten und einen Überblick über die Versorgungsqualität geben.

Dabei soll erfasst werden, wie viele Frauen eine Stuhlinkontinenz beklagen und bei wie vielen Frauen trotz operativer Korrektur  Schließmuskeldefekte persistieren (Ultraschalluntersuchung).

Die Möglichkeit der Rückmeldung an die entsprechenden Geburtskliniken kann helfen, die Versorgungsqualität der Frauen zukünftig zu verbessern, indem weiter in die Ausbildung und Qualifizierung der Geburtshelfer investiert wird.  Denn welch immenser Benefit durch eine strukturierte Ausbildung und standardisierte Versorgung solcher Geburtsverletzung möglich sein kann, haben wissenschaftliche Daten bereits gezeigt.

Ferner soll geprüft werden, ob die vaginale Ultraschalluntersuchung als äquivalente Untersuchungsverfahren in der Diagnostik und Therapieplanung Frauen nach höhergradigen Geburtsverletzungen anstelle der Endoanalsonographie angeboten werden kann. Diese Schallköpfe sind flächendeckend  in deutschen Geburtskliniken und gynäkologischen Praxen vorhanden und könnten damit die Versorgungssituation entspannen.

Die betroffenen Frauen profitieren vom frühzeitigen (Beginn innerhalb der ersten 4 Wochen postpartal) Einsatz versierter intensivierter Beckenbodengymnastik  und werden diesbezüglich Ordinationen erhalten .  Neun Monate nach der Entbindung   planen wir ein Telefoninterview , bei dem St.Marks Score und ICIQ-SF sowie Daten zur Physiotherapie erhoben werden um deren Effekt zu eruieren. Ferner möchten wir die Frauen nach 2 bzw. 5 Jahren telefonisch kontaktieren, um Langzeiteffekte sowie den Effekt möglicher Folgegeburten zu erfassen.

 

2. RetroArc® vs. TVT®-Studie

Multizentrische (mit weiteren Studienzentren: Uniklinik Tübingen und Uniklinik Helsinki, Finnland) internationale, randomisierte Studie zum Vergleich zweier retropubischer Bänder bei reiner Belastungsharninkontinenz. Die Untersuchungen laufen verblindet. Die Studiendauer beträgt 5 Jahre, Nachuntersuchungen erfolgen 2 Monate, 1 Jahr und 5 Jahre nach der Operation.

Mit den Ergebnissen dieser Studie können wir an einem großen Patientinnenkollektiv zwei international angewendete Varianten der etablierten operativen Methode bei Belastungsharninkontinenz miteinander vergleichen und Abläufe standardisieren.

Datenerfassung abgeschlossen, Auswertung läuft.

 

3. Kolposakropexiestudie

Multizentrische (Studienzentrum Uniklinik Tübingen) randomisierte Untersuchung zum Nahtmaterial (resorbierbar vs. nicht-resorbierbar) zur Fixation des Netzes bei laparoskopisch durchgeführter Kolposakropexie bei Frauen mit Enterozele / Scheidengrunddescensus. Die Studiendauer beträgt 6 Monate mit Nachuntersuchungen 2 und 6 Monate nach der Operation.

Ziel der Studie ist es, den Heilerfolg und Komplikationsraten zu erfassen und zu vergleichen, um einen einheitlichen Standard (deutschlandweit) definieren zu können.

Datenerfassung abgeschlossen, Auswertung läuft.

 


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