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Studie zur Versorgungssituation höhergradiger Dammrisse (DR III/IV) in Berlin

Studie zur Versorgungssituation höhergradiger Dammrisse (DR III/IV) in Berlin


Frauen, die einen höhergradigen Dammriss erleiden, haben ein erhöhtes Risiko, eine Stuhlinkontinenz zu entwickeln. Trotz operativer Versorgung mit Rekonstruktion des verletzten Schließmuskelkomplexes im Kreißsaal-OP entwickeln unmittelbar postpartal bis zu 40% der Frauen eine Stuhlinkontinenz.  Bei 20-25% der Frauen mit DR III°/IV°persistiert diese nach der Indexentbindung [ 1-2] bzw. bei 39% der Frauen sofern sonographische Sphinkterdefekte nachweisbar bleiben und eine nachfolgende Entbindung erfolgt [3].

Laut statistischem Bundesamt treten Deutschlandweit seit Jahren knapp 1 % solcher höhergradigen Dammrisse auf. Für das Jahr 2015 waren in Berlin 256 Frauen bei insgesamt 28275 vaginalen Entbindungen (0,90%)  bzw. im gesamten Bundesgebiet 4214 Frauen bei insgesamt 493620 vaginalen Entbindungen (0,85%)  hiervon betroffen.

Wir möchten die aktuelle Versorgungssituation nach höhergradigen Dammrissen in Berlin für das Jahr 2018 beleuchten und einen Überblick über die Versorgungsqualität geben.

Dabei soll erfasst werden, wie viele Frauen eine Stuhlinkontinenz beklagen und bei wie vielen Frauen trotz operativer Korrektur  Schließmuskeldefekte persistieren (Ultraschalluntersuchung).

Die Möglichkeit der Rückmeldung an die entsprechenden Geburtskliniken kann helfen, die Versorgungsqualität der Frauen zukünftig zu verbessern, indem weiter in die Ausbildung und Qualifizierung der Geburtshelfer investiert wird.  Denn welch immenser Benefit durch eine strukturierte Ausbildung und standardisierte Versorgung solcher Geburtsverletzung möglich sein kann, haben wissenschaftliche Daten bereits gezeigt.

Ferner soll geprüft werden, ob die vaginale Ultraschalluntersuchung als äquivalente Untersuchungsverfahren in der Diagnostik und Therapieplanung Frauen nach höhergradigen Geburtsverletzungen anstelle der Endoanalsonographie angeboten werden kann. 

Diese Schallköpfe sind flächendeckend  in deutschen Geburtskliniken und gynäkologischen Praxen vorhanden und könnten damit die Versorgungssituation entspannen.

Die betroffenen Frauen profitieren vom frühzeitigen (Beginn innerhalb der ersten 4 Wochen postpartal) Einsatz versierter intensivierter Beckenbodengymnastik  und werden diesbezüglich Ordinationen erhalten .  Neun Monate nach der Entbindung   planen wir ein Telefoninterview , bei dem St.Marks Score und ICIQ-SF sowie Daten zur Physiotherapie erhoben werden um deren Effekt zu eruieren. Ferner möchten wir die Frauen nach 2 bzw. 5 Jahren telefonisch kontaktieren, um Langzeiteffekte sowie den Effekt möglicher Folgegeburten zu erfassen.


 

 

Zertifikate

  • Dekra Siegel

  • Focus

  • Zertifikat der Deutschen Kontinenzgesellschaft. Qualitätsmerkmal für die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Beckenbodenzentrum.

  • Zertifikat der deutschen Fachgesellschaften für Gynäkologie (DGGG), Koloproktologie (DKG), Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) und Urologie (DGU). Qualitätsmerkmal vor allem für die operative Therapie in Beckenbodenzentren.

  • Das Portal „Die Weiße Liste“ ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Das Portal ist kosten- und werbefrei. Es hilft bei der Suche nach einem passenden Arzt, Krankenhaus oder Pflegeheim.

  • Der Chefarzt, beide Oberärztinnen und alle Fachärztinnen sind AGUB-zertifiziert, Qualitätsmerkmal für urogynäkologische Spezialisierung.

Dokumente

Nützliche Dokumente und Informationen stehen für Sie zum Download bereit.


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  • Alexianer St. Hedwig-Krankenhaus
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